Moving to Perth, Australia

Our life Down Under

Samstag, 26. April 2008

Eastern Goldfields

Unser 1. Stop auf dem Weg nach Kalgoorlie ist das nette Städtchen Northam, das Landwirtschaftszentrum im Avon Valley, wo auf einer Fläche von 1419 km² (Shire) und 24 km² (Stadt) ca. 7000 Menschen leben. Steve Fossett, der erste Mensch, der allein nonstop in einem Ballon um die Welt flog, hob am 19. Juni 2002 in Northam ab.

Der Great Eastern Highway führt uns an großen Weizenfeldern vorbei rein ins Australische Outback, das wir uns allerdings irgendwie kahler vorgestellt haben. Die rote Erde ist grosszügig bedeckt mit Büschen und hohen Bäumen. Zwischendurch immer wieder verbrannte Gebiete links und rechts des Weges. Erst im Dezember letzten Jahres gab es ein grosses Feuer zwischen Southern Cross und Coolgardie, in dem drei Lkw Fahrer mitsamt Fahrzeugen verbrannten.

Vom Wege abkommen kann man auf dieser Strecke jedenfalls nicht, da es nur den einen kerzengeraden Highway gibt und man sich auch gut an der 600 km langen, parallel verlaufenden Pipeline orientieren kann, die Kalgoorlie von Perth-Mundaring aus mit Trinkwasser versorgt. Diese wurde bereits um die Jahrhundertwende gebaut.

Coolgardie, 38 km vor unserem Ziel, war einmal die drittgrösste Stadt Westaustraliens, nach Perth und Fremantle, dank der Goldentdeckung 1892. Heute leben dort gerade mal 1400 Menschen. An einer grossen verlassenen Miene konnten wir ein paar schöne Quarz-Kristalle finden. Gold-Nuggets lagen leider keine herum.

Am Ziel angekommen wurde erst mal das Zelt aufgebaut und sich in die warmen Schlafsäcke eingemümmelt, da die Nachttemperatur am Samstag auf 8°C runter ist. Tagsüber hatte es zum Glück wieder angenehme 23°C.

Kalgoorlie-Boulder sind eigentlich zwei Städte nebeneinander, mit insgesamt 30.000 Einwohnern. Hauptattraktion ist der Super Pit. Die 3,2 km lange, 1,4 km breite und 410 m tiefe Miene fördert im Tagebau jährlich 600.000 Unzen Gold! Kalgoorlie Goldfields ist die grösste goldproduzierende Region in Australien und weltweit eine der vier Regionen die mehr als 50 Mio. Unzen Gold produziert hat. Super Pit soll bis 2017 produktiv sein.

Dass die Mine 24h am Tag/7 Tage die Woche in Betrieb ist, kann man sehr gut hören. Vor allem nachts ist dieser Krach nicht gerade schlaffördernd, vor allem nicht wenn man sein Schlaflager im Zelt hat.
34 massive Lastautos transportieren je 225t Stein, davon sind 450-500 g Gold, wobei nicht jede Ladung Gold beinhaltet. Nur einer von sechs Lkw's hat Erz beladen, der Rest anderen Abfall und Geröll. Die Hin- und Rückfahrt inkl. Beladen und Entladen des Fahrzeuges dauert ca. 45 min; den Berg aufwärts geht’s am langsamsten (12,5 km/h).
Ein Mining Truck kostet $4 Mio, wiegt 166 t und hat einen 3.790 l Tank. Maximale Geschwindigkeit beträgt 55 km/h. Die Mine hat nur 4 Schaufelbagger, was daran liegen könnte dass einer $13 Mio kostet.

Aber auch die Stadt Kalgoorlie-Boulder ist sehr sehenswert und hat einen Western Charme. Benannt nach Paddy Hannan, der hier als erster Gold fand, ist die Hauptstraße heute eine der wichtigsten Touristenattraktionen. Der Großteil der Häuser an der Hannan Street, deren Breite übrigens dem Umstand zu verdanken ist, dass hier früher ganze Kamelkarawanen wenden können mussten, stammen noch aus der Zeit der Jahrhundertwende und spiegeln noch immer den Charme und Glanz des großen Goldrauschs wider. Weitere Attraktion sind die zahlreichen alten Bordelle, die man besichtigen kann, wenn es einem $25 Eintritt/Person wert ist.
Kalgoorlie

Freitag, 25. April 2008

On Tour



Heute, an unserem Nationalfeiertag "Anzac Day" sind wir zum 600 km entfernten Kalgoorlie im Landesinneren Westaustraliens unterwegs. Dort befindet sich die Mine Super Pit

Freitag, 4. April 2008

Australian Surf Lifesaving Championships

Diese Woche werden am Scarborough Beach in Perth die jährlichen Rettungsschwimmer-Meisterschaften ausgetragen, zu dem sie aus allen Teilen Australiens angereist kommen. So viele gutaussehende und fitte Leute am Strand sieht man nicht alle Tage, wo doch viele Australier zu Übergewicht neigen.

Heute habe ich meinen Kollegen und seinen Sorrento Club in der Disziplin des March Past" (Defilieren/Militärischer Marsch) beobachtet. Der Marsch besteht aus 12 Clubmitgliedern die in einer Formation zur Dudelsackmusik marschieren. Dabei haben sie lustige und farbenfrohe Badeanzüge an. Der 1. Läufer trägt die Clubflagge und die in der Mitte ein aufgerolltes Rettungsseil. Aus diesem sehr traditionellen Ereignis, ursprünglich dafür gedacht dass die Clubs ihre Farben vorführen, ist ein hartumkämpfter Wettkampf geworden. Bewertet wird das korrekte Defilieren der vorbestimmten Exerzierübung im Sand.

Es gab aber auch etwas aufregendere Wettbewerbe wie:
Surf Boat Rescue Race (Rettungsbootwettrennen),
Iron Man/Iron Woman, Resuscitation (Wiederbelebung),
First Aid (1. Hilfe), Flaggen/Staffellauf, Schwimmen etc.

Das Surfrettungsschwimmen wurde ursprünglich 1907 in Australien gegründet, als Antwort auf die Ertrunkenen an den lokalen Stränden in Sydney. Diese Bewegung breitete sich danach in andere Länder wie Neuseeland, Südafrika und Amerika aus. Lifesaver sind ehrenamtliche Männer/Frauen, die den Strand zwischen den aufgestellten Flaggen hin- und herpatrollieren. Hierbei sind keinerlei Ähnlichkeiten mit Baywatch-Charakteren festzustellen.
Australian Surf Lifesaving Championships