Who turned the gas off?
Dienstag letzte Woche explodierte eine grosse Gasversorgungsanlage auf Varanus Island, 1200 km noerdlich von Perth. Die US-Firma Apache foerdert ueber 30% des westaustralischen Gasbedarfs. Da die zwei anderen Gasversorger den Wegfall nicht auffangen koennen, hat Westaustralien ein Problem. Vorgesorgt hat man fuer so einen Fall nicht, an Plan B wird immer noch getueftelt. Alan Carpenter, unser Premierminister, kommt auf Ideen wie: Verbraucher sollen ihren Gasbedarf drosseln, die Heizung etwas seltener laufen lassen, sich in dicke Sachen packen etc. Nicht so einfach, da wir Winter haben und Gas die meist verbreitete Art zu Heizen ist, aber auch fuer Warmwasser, Kochen u.a. genutzt wird.Mittlerweile wurde einigen Unternehmen der Gashahn abgedreht, so dass diese ihre Produktion einstellen muessen, Mitarbeiter wurden ohne Gehalt nach Hause geschickt. Die Gasknappheit trifft grosse Minenfirmen, die Molkerei Browns, deren Milch sauer wird u.a. Bei einer Reinigungsfirma, die 85% der Hotels in Perth mit sauberer Bettwaesche versorgt, stehen die Waschmaschinen still. Und das ausgerechnet vor einer Tourismus-Messe. Shoppingcenter and Geschaeftsgebaeude wollen die Heizung runterdrehen, Lifte abschalten, Licht ausknippsen. Der Gaslieferant fuer Industrie koenne kein Kohlendioxid mehr liefern, welches z.B. fuer die Bierzapfanlagen in den Pubs und fuer das Abfuellen von Flaschen in den Weinguetern benoetigt wird. Aber auch Lebensmittelhersteller benoetigen es zum Gefrieren von Gefluegel, Fisch etc. Apache aeusserte, dass sich die Wiederaufnahme der Gasproduktion um einige Monate hinziehen koennte.
Westaustralien hat jede Menge Gas, aber nicht dort wo es gebraucht wird.

